Nach der Operation


In den ersten Tagen nach der Bauchstraffung fühlt sich der Bauch wie zugeschnürt an und der Patient verspürt leichte Schmerzen, die jedoch mit Medikamenten sehr gut gelindert werden können. Beim Aufstehen und Gehen bemerkt der Patient, wie sich die Bauchwand dehnt, was ein unangenehmes Gefühl ist, aber nicht lange anhält. Zu Beginn ist es dem Patienten oft nicht möglich, aufrecht zu gehen, jedoch sollte er so schnell wie möglich mit dem aufrechten Gang beginnen.

Um keine Komplikationen hervorzurufen, ist eine einwandfreie Hygiene unabdingbar. In der Regel kann der Patient nach fünf Tagen bereits ganz normal duschen gehen.

In der Regel wird vom Arzt nach der Operation eine 24-stündige Bettruhe verordnet. Der Patient sollte darauf achten, dass er konsequent in der Hüfte gebeugt liegt, da so die Spannung von der Bauchdecke genommen werden kann. Zum Ende der Operation hat der Patient meist eine elastische Bauchbinde erhalten, die die gestraffte Bauchdecke unterstützt und eine einwandfreie Durchblutung der Bauchdeckenhaut sicherstellt. Dieses sog. Kompressionsmieder muss vier bis sechs Wochen getragen werden. Zudem trägt der Patient Thrombosestrümpfe und erhält täglich eine Spritze zur Prophylaxe gegen Thrombosen und Lungenembolien. Wenn der Patient aufstehen möchte, sollte er darauf achten, dass auf die Nähte kein Zug wirkt. Dies würde den Heilungsprozess stören.

Hat der Patient eine Wunddrainage erhalten um Wundsekret und Blut abzuleiten, wird diese meist nach zwei bis drei Tagen wieder entfernt.

Bis sich der Patient nach der Bauchstraffung wieder völlig erholt hat, können mehrere Wochen vergehen. Wer eine allgemein gute Kondition hat, wird schneller wieder fit und kann bereits nach zwei Wochen wieder an seinen Arbeitsplatz zurück, bei anderen Patienten wiederum dauert die Erholung vier Wochen. Sinnvoll ist es, bereits drei Tage nach der Operation mit leichten Aktivitäten zu beginnen. Ein kleines und leichtes Übungsprogramm sollte konsequent täglich durchgeführt werden, auch wenn der Patient vorher noch keinerlei Übungen gemacht hat. Ein leichtes Training verringert die Schwellungen sowie das Thromboserisiko und verbessert den Muskeltonus. Stärkere körperliche Anstrengungen wie z.B. das Tragen sollten vermieden werden. Eine sportliche Betätigung wie vor der Operation ist erst nach sechs bis acht Wochen wieder möglich und sollte vorher unbedingt mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Die Hautnarben scheinen in den ersten Monaten nach der Bauchstraffung gerötet und verdickt, was völlig normal ist. Teilweise dauert es bis zu einem Jahr bis die Narben flacher und heller werden. Bleiben die Narben aufgrund des Gewebes dauerhaft, sind sie bei einer seriösen Operation so gelegt, dass sie durch die Unterwäsche bedeckt sind. Wie die Narben später aussehen, hängt nicht nur von der Operation ab sondern auch von der Nachbehandlung. Der Oberkörper sollte anfangs nicht zu sehr gestreckt und abgeknickt werden. Die Beine sollten beim Schlafen auf einem Kissen liegen. Nach dem stationären Aufenthalt erhält der Patient oft quer zum Narbenverlauf geklebte Pflasterstreifen, die das Operationsgebiet zusätzlich ruhigstellen. Acht bis zehn Tagen nach der Bauchstraffung werden die Hautfäden entfernt. In den meisten Fällen werden die Narben jedoch mit resorbierbaren Fäden genäht. Diese lösen sich von selbst auf und ersparen somit auch das lästige und schmerzhafte Fäden ziehen. Damit die Wundheilung unterstützt wird und die Narben weich und geschmeidig werden, können sie mit Salben oder Cremes behandelt werden. Jedoch darf mit dieser Behandlung nicht vor Ablauf von drei Wochen nach der Behandlung begonnen werden. Werden die Narben im weiteren Heilungsprozess dick oder stellt sich ein starker Juckreiz ein, sollte der Patient sich unbedingt beim behandelnden Arzt vorstellen. Zudem sollten Narben für ca. ein Jahr nicht ungeschützt dem Sonnenlicht ausgesetzt werden. Auch auf einen Besuch im Solarium sollte verzichtet werden. Der perfekte Lichtschutzfaktor ist 20. Eine direkte Sonnebestrahlung der Narben kann diese bräunlich verfärben. Außerdem trägt eine gesunde Ernährung, leichter regelmäßiger Sport und eine kontinuierliche Bindegewebsmassage dazu bei, dass die Haut- und Gewebequalität verbessert wird.

Wichtig ist auch zu beachten, dass bei anhaltender Nachblutung, stärkerer Schwellung, zunehmenden Schmerzen oder Fieber über 38,5 Grad Celsius unbedingt der behandelnde Arzt aufgesucht werden sollte, auch wenn diese Beschwerden erst einige Tage nach der Bauchstraffung auftreten.

In den ersten Tagen nach der Operation wird die Bauchregion oft und regelmäßig vom Arzt untersucht. Sind die Fäden entfernt, erfolgt die Kontrolle üblicherweise nach sechs Wochen und nach drei Monaten.

Rechts
 
Impressum